Finde deine eigenen Antreiber

Spruch Antreiber

Die eigenen Antreiber finden

In meinem Training über „Mentale Stärke“ fand eine sehr spannende Übung statt. Es ging darum die eigenen Antreiber zu definieren. Diese Motive ziehen wir heran bei unseren täglichen Entscheidungen. Sie stellen dar, was wirklich wichtig für uns ist. Ich bin sicher, dass sich diese Motive über verschiedene Lebensphasen verändern. Dennoch ist es spannend zu wissen, was einen antreibt. Ein Antreiber überwiegt bei Entscheidungen immer, nicht alle werden immer berücksichtigt. Diese Übung zur Selbstreflexion hilft, sich mit sich selbst und seinen eigenen Werten auseinanderzusetzen. Das Bewusstsein über die eigenen Antreiber hilft im Umgang mit sich selbst und mit anderen souveräner zu sein.

Die 16 Lebensmotive

Die Basis waren die 16 Lebensmotive nach Prof. Dr. Steven Reiss: Anerkennung, Beziehungen, Ehre, Eros, Essen, Familie, Idealismus, Körperliche Aktivität, Macht, Neugier, Ordnung, Rache, Ruhe, Sparen, Status und Unabhängigkeit. In einem Ausschlussverfahren wurden 10 ausgewählte Motive eins zu eins gegeneinander gestellt. Diese Methode zwingt einen tatsächlich dazu jedes Motiv gegen ein jeweils anderes zu setzen. Dabei prüft man in jedem Schritt, was einem wichtiger ist. Es ist sehr schwierig wirklich ehrlich zu sich zu sein. Ist einem die Ehre wichtiger als die Neugier? Oder die Ruhe wichtiger als Sparen? Ich fand es auch schwierig externe Einflüsse und Meinungen (z.B. durch Gesellschaft, Freundeskreis, Familie) auszublenden und mich nur auf meine eigene Entscheidung zu konzentrieren. Ist es okay, wenn ich Unabhängigkeit vor Beziehungen setze? Oder Essen vor Idealismus?

Am Ende zählt man die häufigsten Gewinner und bekommt seine Top3-Antreiber. In meinen konnte ich mich sehr gut wiederfinden. Für mich hilft diese Priorisierung vor allem auch lockerer mit mir selbst zu sein und mich nicht zu verurteilen. Ein Antreiber ist in einer Situation immer wichtiger als der andere. Das geht jedem so. Mir hilft diese Übung auch, andere Menschen weniger zu verurteilen. Konkurrenz ist vielleicht für einige Menschen wichtiger als Ordnung – und das ist okay.

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