Im Zustand der Ruhe

Zustand der Ruhe

 

Mein Job erfordert es oft, dass wichtige Entscheidungen schnell getroffen werden müssen. Es geht dabei um die richtige Antwort zu einer Frage, um die richtigen Worte beim Kundentermin, um die richtige Richtung bestimmter Maßnahmen. Oft alles sehr zeitkritisch. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich gehetzt versuche alle Fakten einzubeziehen, nur um schnell entscheiden zu können. Ideal ist das nicht. Besser wäre es, wenn ich einen Zustand der Ruhe erreichen könnte. Denn da denkt es sich einfach am Besten.

Besonders die Methoden der Achtsamkeit können einem da helfen. Es bedeutet nicht, dass man zwingend mehr Zeit für Entscheidungen benötigt (obwohl dies sicherlich manchmal auch nicht so schlimm wäre). Schon ein kurzer Moment kann ausreichen, um sich gezielt zu sammeln und ruhig zu werden. Kurz durchzuatmen, sich fokussieren, die Gedanken beruhigen und den Lärm der Umgebung aussperren: Dieser Zustand der Ruhe ist die hohe Kunst des Denkens, der Entscheidungen und am Ende auch der Gelassenheit. Respekt für jeden, der das so schafft – ich übe noch.

Inspirierend: Künstler Dallas Clayton

Social Media inspiriert: Dallas Clayton

Es gibt viele Meinungen über Social Media – zunehmend geht es um negative Schlagzeilen rund um Beeinflussung der Selbstwertgefühle, Narzissmus und „Digitale Auszeiten“. Ich muss jedoch zugeben, dass es so viele wunderbare und faszinierende Menschen in der Welt gibt und durch Social Media haben sie eine Plattform für ihre Meinungen in Bild und Schrift. Ich möchte von Zeit zu Zeit ein solches Profil hier mit euch teilen. Inspiration ist für mich eine der wichtigsten Säulen des Lebens. Vielleicht ist auch der ein oder andere spannende Account für euch dabei.

Einen tollen Account hat für mich der Künstler Dallas Clayton. Hier ein paar seiner aktuellen Posts:

 

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Offenheit, Stärke und Motivation

Um die Kunst und seine Gedanken dahinter zu verstehen brauchte ich etwas Zeit. Aber nun ist er für mich zu meiner täglichen Dosis Menschlichkeit geworden. Etwas, dass vor allem in der Wirtschaftswelt manchmal doch zu kurz kommt. Er beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie Vorurteilen, Andersartigkeit und der Schönheit der Welt. Er gibt positive Impulse zum eigenen Nachdenken, Hinterfragen und Reflektieren. Sein Profil bestärkt die Menschen, indem er einen ermuntert zu träumen, weiterzumachen und Dinge zu verändern. Beiträge von ihm sind zum Beispiel:

  • Please stop trying to make me hate other people
  • Don’t let them steal your power
  • The first step is admitting you have a dream

Ihr merkt, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Ich könnte noch viele weitere Worte wiedergeben und Werte aufzeigen, mit denen er sich beschäftigt. Es ist sehr wichtig, dass man auch auf solche Menschen hinweist – Social Media wie z.B. Instagram kann auch sehr positiv beeinflussen.

Schaut es euch einmal an und lasst mich wissen, wie euch der Account gefällt.

Urlaubszeit – schönste Zeit?!

urlaubszeit
„Urlaubszeit“ – Quelle: ma vie 05/17

Urlaubszeit nutzen für „andere“ Dinge

Diesen tollen Satz habe ich in der aktuellen Ausgabe der „ma vie“ gefunden und er sprach mir direkt aus der Seele.
Seinen Job zu mögen und darin zu wachsen bedeutet nicht, dass man nicht gerne Urlaub macht. Oft wird die Vorfreude auf den Urlaub mit negativ bewerteten Aussagen verbunden, wie „Es wird aber auch Zeit“, „ich muss hier raus“, „ich bin wirklich urlaubsreif“. Warum oft so negativ?

Es geht meines Erachtens im Urlaub darum, sich mal wieder mit Dingen zu beschäftigen, für die man meist keine Zeit findet. „Ich freue mich mal wieder auf ein gutes Buch“ oder „Ich war noch nie in Irland“ sollten unseren Wortschatz im Rahmen der Urlaubsvorfreude prägen. In meinen zwei Wochen Sommerurlaub habe ich viel Zeit zum Lesen gehabt. Ich bin über viele interessante Blogs und Meinungen gestolpert, habe mich inspirieren lassen. Die freien Tage haben mich sehr glücklich gemacht, weil ich das Gefühl hatte wieder Neues im Leben entdeckt zu haben.

Der Drang nach Abwechslung

Der Mensch hat nur eine begrenzte Aufmerksamkeit, die in einer Arbeitswoche nicht auf alles gerichtet sein kann, für das man sich interessiert. Im Urlaub kann man mal wieder seine Aufmerksamkeit auf andere Themen richten. Und das ist meines Erachtens genau der Punkt von Urlaub: Das Leben bietet so viele Sachen. Es wäre schade, nicht einiges davon zu entdecken und zu erleben. Und so sehr wir Menschen auch als „Gewohnheitstier“ gelten, strebt es uns doch nach Abwechslung. Wir sagen oft „ich bin reif für eine Auszeit“-was wir im Grunde damit meinen, ist „ich bin reif für Abwechslung“. Oder? Für den einen reicht schon ein Ortswechsel; für den anderen ist es der Sport, der sonst auf der Strecke bleibt – Hauptsache wir tun etwas, was wir meistens nicht tun.

Sich auf den Urlaub zu freuen bedeutet also nicht zwingend, dass man unzufrieden mit seinem Leben oder seinem Job ist. Oft liegt es daran, dass der Drang nach Abwechslung in jedem von uns steckt und manchmal einfach stärker ist.

Wofür nutzt du deinen Urlaub?

Work-Life-Balance: Einmal Reflektieren bitte

Work-Life-Balance

 

Work-Life-Balance: Wieso ich die Trennung beider Wörter nicht gut finde

Fast kein Mensch kommt mehr vorbei an der Wortkontruktion „Work-Life-Balance“ – zu sehr hat sie sich in den Unternehmensjargon, in die Medien und unseren privaten Sprachgebrauch geschlichen. Dadurch wird die Arbeitswelt klar vom Leben getrennt – passt irgendwie auch in unsere Zeit, in welcher sich viele Menschen grundlegende Gedanken zum Leben und zur Arbeit machen. Doch wenn ich tiefer darüber nachdenke, kommen viele Fragen in mir hoch: Hat man nicht erst durch die Trennung dieser Worte das Gefühl, „Work“ ist der Fremdkörper im „Life“? Suggeriert das Wortspiel nicht, dass man während der Arbeit nicht lebt bzw. das Leben erst nach der Arbeitszeit beginnt? Ist die Kernaussage nicht: Nur in der Zeit in der du nicht arbeitest, lebst du tatsächlich?

Aufruf zum Reflektieren der eigenen Definition

Darf man diese Wortkonstruktion wirklich so ernst nehmen? Drückt sie doch im übertragenen Sinne aus, dass es da mehr im Leben gibt als Arbeit? Motiviert dieser Begriff uns nicht auch, Arbeits- und Privatleben in einen Einklang zu bringen? Dem ist natürlich zuzustimmen. Dennoch finde ich die Trennung grundsätzlich schade – liegt ihr ja definitiv die Trennung zwischen Arbeit und Leben zugrunde. Mir würde allgemein „Life-Balance“ besser gefallen – geht es doch schließlich darum alles wichtige im Leben im Einklang zu halten. Ich würde gern dazu aufrufen, einmal zu reflektieren, wie man selbst diese Trennung wahrnimmt. Ärgert man sich Sonntagabend schon, dass das „Leben“ schon wieder vorbei ist, weil es Montag wieder in die Arbeit geht? Freut man sich schon am Mittwoch auf Freitag, weil dann das richtige Leben wieder beginnt?

Ich versuche aktuell für mich selbst zu verinnerlichen, dass Arbeit ein wichtiger Teil meines Lebens ist – der Begriff hilft mir dafür leider nicht.

 

 

Immer eins nach dem anderen

Spruch Eins Nach dem Anderen

Ist Multitasking wirklich möglich?

Ich bin chaotisch, kreativ und genauso ist zumeist meine Arbeitsweise. Ich arbeite meine Aktivitäten unstrukturiert und parallel ab. Vor allem, wenn das Öffnen einer Datei ein wenig länger dauert, erwische ich mich beim Bearbeiten einer anderen Aufgabe. Ich habe meist mehrere E-Mail-Entwürfe parallel offen und stelle am Ende des Tages fest, dass die ein oder andere etwas eher verschickt hätte werden müssen. Ich bin teilweise nicht richtig konzentriert – beim Versuch so effektiv wie möglich zu sein, verliere ich wertvolle Zeit, weil ich mich beim Wechsel zwischen Aktivitäten neu konzentrieren muss. Am Ende macht man doch nur eine Aufgabe mit voller Aufmerksamkeit. Beim Telefonieren eine Email zu schreiben funktioniert, aber mindest eine der beiden Aktivitäten bekommt nicht die volle Aufmerksamkeit. Und am Ende des Tages fühle ich mich gehetzt und weniger zufrieden. Ich habe das Gefühl nicht genug geschafft zu haben.

Lieber auf eine Aufgabe fokussieren und konzentrieren

Mit diesem Thema beschäftigen sich auch diverse Artikel im Internet, z.B. beim Focus oder bei der FAZ . Beide werfen interessante Aspekte auf, wie „verkürzte Aufmerksamkeitsspanne“, „Überforderung des Gehirns“, „zusätzlicher Stress“, usw. Daher versuche ich mich nun Stück für Stück durch meine To Do’s zu arbeiten und auch ganz klar Prioritäten zu setzen. Eins nach dem anderen! Ich möchte mir angewöhnen eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Klar kommen immer wieder Telefonate oder Termine dazwischen. Und ständig diese dringenden E-Mails. Aber ich werde mir etwas einfallen lassen, wie ich das schaffe. Es wird schwierig für mich, aber ich glaube, dass ich am Ende des Tages ein besseres Gefühl habe. Ich werde besser wahrnehmen können, wieviel ich tatsächlich geschafft habe. Ich freue mich darauf und bin gespannt, ob ich meine Ungeduld und mein Pflichtgefühl im Arbeitsalltag zähmen kann. Nun heißt es üben, üben, üben. Ab jetzt nur noch eins nach dem anderen :)!

Finde deine eigenen Antreiber

Spruch Antreiber

Die eigenen Antreiber finden

In meinem Training über „Mentale Stärke“ fand eine sehr spannende Übung statt. Es ging darum die eigenen Antreiber zu definieren. Diese Motive ziehen wir heran bei unseren täglichen Entscheidungen. Sie stellen dar, was wirklich wichtig für uns ist. Ich bin sicher, dass sich diese Motive über verschiedene Lebensphasen verändern. Dennoch ist es spannend zu wissen, was einen antreibt. Ein Antreiber überwiegt bei Entscheidungen immer, nicht alle werden immer berücksichtigt. Diese Übung zur Selbstreflexion hilft, sich mit sich selbst und seinen eigenen Werten auseinanderzusetzen. Das Bewusstsein über die eigenen Antreiber hilft im Umgang mit sich selbst und mit anderen souveräner zu sein.

Die 16 Lebensmotive

Die Basis waren die 16 Lebensmotive nach Prof. Dr. Steven Reiss: Anerkennung, Beziehungen, Ehre, Eros, Essen, Familie, Idealismus, Körperliche Aktivität, Macht, Neugier, Ordnung, Rache, Ruhe, Sparen, Status und Unabhängigkeit. In einem Ausschlussverfahren wurden 10 ausgewählte Motive eins zu eins gegeneinander gestellt. Diese Methode zwingt einen tatsächlich dazu jedes Motiv gegen ein jeweils anderes zu setzen. Dabei prüft man in jedem Schritt, was einem wichtiger ist. Es ist sehr schwierig wirklich ehrlich zu sich zu sein. Ist einem die Ehre wichtiger als die Neugier? Oder die Ruhe wichtiger als Sparen? Ich fand es auch schwierig externe Einflüsse und Meinungen (z.B. durch Gesellschaft, Freundeskreis, Familie) auszublenden und mich nur auf meine eigene Entscheidung zu konzentrieren. Ist es okay, wenn ich Unabhängigkeit vor Beziehungen setze? Oder Essen vor Idealismus?

Am Ende zählt man die häufigsten Gewinner und bekommt seine Top3-Antreiber. In meinen konnte ich mich sehr gut wiederfinden. Für mich hilft diese Priorisierung vor allem auch lockerer mit mir selbst zu sein und mich nicht zu verurteilen. Ein Antreiber ist in einer Situation immer wichtiger als der andere. Das geht jedem so. Mir hilft diese Übung auch, andere Menschen weniger zu verurteilen. Konkurrenz ist vielleicht für einige Menschen wichtiger als Ordnung – und das ist okay.