Im Zustand der Ruhe

Zustand der Ruhe

 

Mein Job erfordert es oft, dass wichtige Entscheidungen schnell getroffen werden müssen. Es geht dabei um die richtige Antwort zu einer Frage, um die richtigen Worte beim Kundentermin, um die richtige Richtung bestimmter Maßnahmen. Oft alles sehr zeitkritisch. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich gehetzt versuche alle Fakten einzubeziehen, nur um schnell entscheiden zu können. Ideal ist das nicht. Besser wäre es, wenn ich einen Zustand der Ruhe erreichen könnte. Denn da denkt es sich einfach am Besten.

Besonders die Methoden der Achtsamkeit können einem da helfen. Es bedeutet nicht, dass man zwingend mehr Zeit für Entscheidungen benötigt (obwohl dies sicherlich manchmal auch nicht so schlimm wäre). Schon ein kurzer Moment kann ausreichen, um sich gezielt zu sammeln und ruhig zu werden. Kurz durchzuatmen, sich fokussieren, die Gedanken beruhigen und den Lärm der Umgebung aussperren: Dieser Zustand der Ruhe ist die hohe Kunst des Denkens, der Entscheidungen und am Ende auch der Gelassenheit. Respekt für jeden, der das so schafft – ich übe noch.

Immer eins nach dem anderen

Spruch Eins Nach dem Anderen

Ist Multitasking wirklich möglich?

Ich bin chaotisch, kreativ und genauso ist zumeist meine Arbeitsweise. Ich arbeite meine Aktivitäten unstrukturiert und parallel ab. Vor allem, wenn das Öffnen einer Datei ein wenig länger dauert, erwische ich mich beim Bearbeiten einer anderen Aufgabe. Ich habe meist mehrere E-Mail-Entwürfe parallel offen und stelle am Ende des Tages fest, dass die ein oder andere etwas eher verschickt hätte werden müssen. Ich bin teilweise nicht richtig konzentriert – beim Versuch so effektiv wie möglich zu sein, verliere ich wertvolle Zeit, weil ich mich beim Wechsel zwischen Aktivitäten neu konzentrieren muss. Am Ende macht man doch nur eine Aufgabe mit voller Aufmerksamkeit. Beim Telefonieren eine Email zu schreiben funktioniert, aber mindest eine der beiden Aktivitäten bekommt nicht die volle Aufmerksamkeit. Und am Ende des Tages fühle ich mich gehetzt und weniger zufrieden. Ich habe das Gefühl nicht genug geschafft zu haben.

Lieber auf eine Aufgabe fokussieren und konzentrieren

Mit diesem Thema beschäftigen sich auch diverse Artikel im Internet, z.B. beim Focus oder bei der FAZ . Beide werfen interessante Aspekte auf, wie „verkürzte Aufmerksamkeitsspanne“, „Überforderung des Gehirns“, „zusätzlicher Stress“, usw. Daher versuche ich mich nun Stück für Stück durch meine To Do’s zu arbeiten und auch ganz klar Prioritäten zu setzen. Eins nach dem anderen! Ich möchte mir angewöhnen eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Klar kommen immer wieder Telefonate oder Termine dazwischen. Und ständig diese dringenden E-Mails. Aber ich werde mir etwas einfallen lassen, wie ich das schaffe. Es wird schwierig für mich, aber ich glaube, dass ich am Ende des Tages ein besseres Gefühl habe. Ich werde besser wahrnehmen können, wieviel ich tatsächlich geschafft habe. Ich freue mich darauf und bin gespannt, ob ich meine Ungeduld und mein Pflichtgefühl im Arbeitsalltag zähmen kann. Nun heißt es üben, üben, üben. Ab jetzt nur noch eins nach dem anderen :)!