Wortwahl 2.0: Pflicht oder eigene Entscheidung

Spruch Wortwahl Pflicht

 

Vielen Aufgaben empfinden wir als Pflicht

Ich war in letzter Zeit sehr gestresst. Meine Tage empfand ich viel zu voll mit Dingen, die ich erledigen „musste“. Ich fühlte mich wie in einem Hamsterrad mit vielen Verpflichtungen, die mir keine Freude bringen. Selbst ein Abendessen mit Freunden empfand ich als Pflicht – ich muss mir ja eine Balance zum Beruf schaffen und so. Erkannt habe ich dieses Phänomen jedoch erst im Gespräch innerhalb der Familie. Man erzählte mir (mal wieder) wie viele Aktivitäten noch erledigt werden müssen, bevor man Zeit für spaßige Dinge hat. Ich fand das schlimm. Ich fing an darüber nachzudenken, warum ich das so negativ empfinde.

Kann die Wortwahl allein einen Einfluss haben?

Normalerweise würde man nun mit Tipps zur richtigen Priorisierung etc. kommen, aber ich sah keinen Weg die vielen Aufgaben in der Anzahl zu reduzieren. Ich fing an meine Einstellung zu reflektieren: Arbeite ich nicht, weil ich möchte oder darf? Koche oder putze ich nicht, weil ich möchte? Diese kleine Änderung in meiner (gedanklichen) Wortwahl bewirkt bei mir momentan Großes: Ich überlege mir, warum ich etwas tue und stelle fest, wie gut es mir geht. Damit empfinde ich viele vorherigen Pflichtaktivitäten als eigene Entscheidung und bin direkt zufriedener. Diese Art von Selbstbestimmung hat für mich einen großen Einfluss auf meine Zufriedenheit.